Glasheizungen – edle Infrarot-Paneele aus Sicherheitsglas
Glasheizungen sind Infrarotheizungen mit einer Frontplatte aus gehärtetem Sicherheitsglas (ESG). Die Oberfläche ist kratzfest, hygienisch abwaschbar und fügt sich dezent in jede Raumgestaltung ein. Modelle mit Schutzart IP 44 sind auch für das Bad zugelassen (Schutzbereich 2 nach VDE 0100-701). Im Sortiment finden Sie rahmenlose und gerahmte Ausführungen in verschiedenen Größen und Leistungen.
Funktionsprinzip
Eine Glasheizung besteht aus einer Infrarot-Heizfolie, die rückseitig auf eine Glasplatte aus Einscheiben-Sicherheitsglas laminiert ist. Die Glasoberfläche speichert die Wärme und gibt sie gleichmäßig als langwellige Strahlung wieder ab – das ergibt ein angenehm sanftes Strahlungsprofil.
Typische Glasstärken liegen bei 4–8 mm ESG, die Ecken sind geschliffen oder gefacettet. Die Befestigung erfolgt über verdeckte Wandhalter, viele Modelle lassen sich horizontal oder vertikal montieren.
Vorteile von Glasheizungen
- Rahmenlose, edle Optik – kombinierbar mit jedem Einrichtungsstil.
- Hohe Wärmespeicherung – gleichmäßige Strahlungsabgabe und Nachlauf.
- Glatte, versiegelte Oberfläche – leicht zu reinigen und feuchteresistent.
- Bad-tauglich bei IP 44 – auch für Schutzbereich 2 zugelassen.
- Kratzfestes Sicherheitsglas – täglich belastbar.
- Lange Lebensdauer von 20+ Jahren ohne Wartung.
Auslegung der Heizleistung
Für Wohnräume rund 100 W pro Quadratmeter im Bestand, im Niedrigenergiehaus 70–90 W/m², im ungedämmten Altbau bis 120 W/m². Bäder benötigen einen Aufschlag von etwa 20 %. Beispiel: ein 12-m²-Wohnraum braucht typischerweise 850–1.200 Watt, ein 6-m²-Bad rund 550–700 Watt.
Mehrere kleinere Paneele wirken oft angenehmer als ein großes – die Wärmeverteilung im Raum wird gleichmäßiger.
Häufige Fragen
Wie heiß wird die Glasoberfläche?
Im Dauerbetrieb 85–110 °C. Kurzer Kontakt ist unkritisch, längere Berührung sollte vermieden werden. In Kinderzimmern empfehlen wir die Montage in größerer Höhe oder ein Schutzgitter.
Ist eine Glasheizung fürs Bad zulässig?
Ja, mit Schutzart IP 44 oder höher und Einhaltung der VDE 0100-701. Im Schutzbereich 2 ist eine Festinstallation über Unterputz-Dose erforderlich, kein Steckdosenbetrieb.
Wie wird die Heizung gereinigt?
Mit einem weichen Tuch und mildem Glasreiniger. Keine Scheuermittel und keine spitzen Gegenstände – das Glas ist zwar kratzfest, sollte aber pfleglich behandelt werden.
Welche Leistung brauche ich?
Im Niedrigenergiehaus 70–90 W/m², im Bestand 100 W/m², im Altbau bis 120 W/m². Bei Bädern etwa 20 % Aufschlag.